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Die Kirchenführung fürs Smartphone

durch die St.-Magnus-Kirche in Esens

Kirchenführung für Kinder

Die kleine Eule Eefke zeigt Euch ihre St.-Magnus-Kirche

Eefke kennt sich prima in der St.-Magnus-Kirche aus!

Klicke auf die folgende Datei, dann kannst du hören, was die kleine Eule Eefke dir alles über die St.-Magnus-Kirche erzählen möchte.
Weiter unten findest du BILDER dazu. Und wenn du magst, kannst du dort auch lesen, was Eefke erzählt. Viel Spaß
!

Moin,
ich bin Eefke.

Wie du sicher gleich gemerkt hast, bin ich eine kleine Eule. Ich wohne mit meiner Familie in der Nähe von Esens, im Schafhauser Wald.

Die St.-Magnus-Kirche in Esens finde ich richtig spannend, weil es dort ganz viel zu entdecken gibt.
Und oben vom Turm aus kann man in alle Richtungen blicken und sogar das Meer sehen. Das gefällt mir besonders gut.

O, schau mal, die Tür ist gerade offen.

Hast du Lust, mit mir zusammen die Kirche zu erkunden?
Am besten fliege ich vor.

Der Kirchraum

© Alfons Nieberg

Die St.-Magnus-Kirche ist ganz schön groß. Stell dir vor, sie hat ungefähr die Größe eines halben Fußballfeldes.
Der Bereich, in dem sich die Kirchenbänke befinden, nennt man Kirchenschiff.
Es gibt ein großes Mittelschiff und links und rechts jeweils ein Seitenschiff und vorne noch ein Querschiff.

Ganz schön viele Schiffe, die gar nicht wie Schiffe aussehen. Da habe ich mich natürlich gefragt, woher diese Bezeichnung kommt.


In der Bibel gibt es eine Geschichte über Jesus.
Er ist mit seinen Freunden zusammen in einem Boot auf einem See unterwegs. Während Jesus in dem Boot schläft, kommt ein heftiger Sturm auf. Die Freunde Jesu haben Angst, dass das Boot untergehen könnte. Sie verstehen gar nicht, wie Jesus so ruhig schlafen kann. Sie wecken ihn und er besänftigt den Sturm. Alles wird gut.

Ein Schiff mit Jesus an Bord wurde so zum Symbol für Schutz und Bewahrung. Und im Mittelalter fand man, dass sich dieses Symbol gut auf die Kirche übertragen lässt.

Mit dem Begriff „Kirchenschiff“ soll also ausgedrückt werden, dass die Kirche ein guter Zufluchtsort ist und Menschen hier Hilfe und Schutz bei Gott finden.

Ich habe es nicht nachgezählt, aber 1600 Menschen sollen in dieser Kirche Platz haben. Das ist eine ganz schön große Zahl, die ich mir kaum vorstellen kann.

Der Altarraum

In jeder Kirche gibt es einen Altar. Das ist ein Tisch. Er steht meistens im vorderen Teil der Kirche, so dass sich alle Blicke auf ihn richten.
Oft liegt eine weiße Decke auf ihm.

Der Altar in der St.-Magnus-Kirche hat einen mächtigen Steinsockel, auf dem eine schwere Sandsteinplatte liegt.


Auf dem Altar stehen links und rechts Kerzenleuchter.
Bei jedem Gottesdienst werden die Kerzen angezündet.
Blumen gibt es ebenfalls.


Auf dem Altar befindet sich ein Aufsatz.
Er zeigt eine Gruppe von Männern, die um einen Tisch herum sitzen. Das ist Jesus mit seinen 12 Freunden, die man auch Jünger nennt. Jesus kann man gut erkennen. Er hält einen Kelch in der Hand. Sie essen nicht einfach nur. Sie feiern das Abendmahl.

Wusstest du, dass das Kreuz das wichtigste Symbol in einer Kirche ist? Es erinnert an Jesus und seinen Tod. Das ist ziemlich traurig.
Es ist aber auch ein Zeichen dafür, dass Jesus den Tod überwunden hat und nun bei Gott ist. Das nennt man Auferstehung.
Das Kreuz soll die Menschen daran erinnern, dass Jesus diesen Weg für sie gegangen ist, damit auch sie gerettet werden.

Das doch ist eine ziemlich gute Sache.
Darum mag ich das Kreuz.

Ich wohne im Wald, aber die Blätter, die das Kreuz umgeben, konnte ich keinem Baum zuordnen.
Dann habe ich die Trauben entdeckt. Da wusste ich, dass sich das Kreuz inmitten eines rankenden Weinstocks befindet.

Zufällig war ich einmal in der Kirche, als ein Pastor den Konfirmanden vieles erklärt hat. Schnell habe ich gemerkt, das alles eine Bedeutung hat.
Der Weinstock ist nicht zufällig gewählt worden. Jesus hat sich selbst in der Bibel mit einem Weinstock verglichen und alle, die zu ihm gehören mit Reben.

Ein bisschen gegruselt habe ich mich, als ich den Totenschädel entdeckte.
Hast du ihn schon gesehen? Außerhalb von Jerusalem gab es einen Hügel, der hieß Golgatha, das heißt übersetzt Schädelstätte. Daran will der Totenkopf erinnern, denn auf diesem Hügel hat das Kreuz Jesu gestanden.
Wenn du nach oben schaust, kannst du einen gefiederten Freund von mir sehen, eine Taube.
Wusstest du, dass die Taube ein Symbol für Gottes „Heiligen Geist“ ist?
Also ich nicht.

Darum finde ich Kirchen so spannend.
Es gibt viel zu entdecken und alles hat eine Bedeutung.

Die Kniebänke

Es gibt zwei Kniebänke seitlich vor dem Altar. Hier haben sich früher die Menschen hingekniet, wenn das Abendmahl im Gottesdienst gefeiert wurde. Auf der einen Seite wurde ihnen Brot gereicht und auf der anderen Seite der Wein.
Wenn du dir die Kniebänke genauer anschaust, kannst du einmal Mose entdecken. Er hält die beiden Gesetzestafeln in der Hand.
Auf der anderen Seit ist Martin Luther abgebildet. Er hält eine Bibel in den Händen.

Mose
Luther

Die Kanzel

Die Kanzel ist ein wichtiger Ort. Wer von dort aus zu den Leuten redet, will und soll ihnen etwas über Gott und den christlichen Glauben erzählen. „Predigen“ nennt man es. In den meisten Kirchen ist die Kanzel erhöht, weil dann die Menschen, die sprechen, von allen gut zu sehen und zu hören sind.

Über der Kanzel befindet sich der sogenannte Schalldeckel. Ohne ihn könnte man diejenigen, die auf Kanzel stehen und reden, schlechter verstehen.

Der Taufstein

Der Taufstein ist fast 500 Jahre und ein halbes Jahrhundert alt.
Er hat schon in der Vorgängerkirche gestanden.
Wenn jemand getauft werden soll, wird der Deckel hochgeklappt. Im Innern befindet sich dann eine Schale, in die das Taufwasser gegossen wird.

Die Pastorin oder der Pastor gießt dreimal Wasser über den Kopf des Täuflings und sagt, dass dies im Namen des Vaters und den Sohnes und des Heiligen Geistes geschieht.
Die Taufe findet nur einmal im Leben statt. Sie verbindet den Menschen, der getauft wurde, mit Gott.

Durch die Taufe wird der Täufling in die christliche Gemeinde aufgenommen.

Wie viele Menschen wohl schon an diesem Taufstein getauft worden sind?

Die Apostel-Bilder

© „Anzeiger für Harlingerland“ / Klaus Händel

Rechts und links in den Seitenschiffen befinden sich Bilder von Jesus und seinen Freunden. Die werden auch Apostel genannt. Manche ihrer Namen finde ich ganz schön merkwürdig, wie zum Beispiel Bartholomäus, Thaddäus oder Jakobus.

Also bei mir im Wald heißt keiner so. Aber meinen Namen Eefke finden manche ebenfalls merkwürdig.
Er ist ostfriesisch und bedeutet übrigens „kleine Eva“.

Weißt du, woher dein Name kommt? Oder was er bedeutet?

Aber zurück zu den Freunden Jesu. Die haben natürlich nicht so ausgesehen wie die Männer auf den Bildern. Die Bilder sind viele Jahrhunderte später entstanden.

Auf jedem Rahmen steht ein Name. So lässt sich erkennen, welcher der Freunde Jesu hier dargestellt sein soll.
Aber auch ohne Namen könnte man dies herausbekommen.
Zu jedem Apostel gehört nämlich ein besonderes Kennzeichen.

Philippus zum Beispiel wird mit einem Kreuz dargestellt.
Bartholomäus dagegen mit einem Messer.

Petrus

Und Petrus mit einem Schlüssel.
Findest du Johannes, ohne auf den Namenszug zu achten? Er hält einen Kelch in der Hand.
Oder Jakobus? Dann musst du Ausschau halten nach einem Wanderstab und Muscheln.

Der Steinsarg

Vielleicht hast du dich schon gefragt, was es mit diesem „Steinkasten“, auf dem eine Gestalt liegt, zu deren Kopf und Füßen sich Löwen befinden, auf sich hat.

Hierbei handelt es sich um einen Steinsarg. Sarkophag wird er auch genannt. Er gehört mit zu den ältesten Stücken, die sich in der St.-Magnus-Kirche befinden.
Zuvor stand er bereits in der Vorgängerkirche.
Wichtige Personen wurden früher in Kirchen beigesetzt.
Und der Ritter Siebet Attena war zu seiner Zeit solch eine wichtige Person.

Die Orgel

Zum Schluss möchte ich dir noch etwas ganz Großes zeigen. Lass uns noch einmal zur Mitte der Kirche gehen.
Dreh dich nun so, dass der Altar in deinem Rücken ist – und dann schau nach oben.

Das, was du da siehst, ist die Orgel.
Die Orgel gilt als die Königin der Instrumente. Sie besteht aus vielen kleinen, mittleren und großen Pfeifen. Die Töne entstehen durch die Luft, die durch die Orgelpfeifen geblasen wird.
Genauso beeindruckend wie das Instrument finde ich die Menschen, die es spielen können.

Denn dazu müssen Register gezogen werden.
Mit den Händen werden die Tasten gespielt
und mit den Füßen müssen gleichzeitig viele Pedale getreten werden.

Alle Achtung!

Eefke sagt „Tschüß!“

Ich hoffe, dir hat meine kleine Kirchenführung Spaß gemacht. Ich muss jetzt langsam wieder zurück in den Schafhauser Wald, sonst machen sich meine Eltern Sorgen, wo ich denn abgeblieben bin.

Danke, dass ich dir „meine“ Kirche zeigen durfte.


Marit Cruel hat Eefke ihre Stimme geliehen.

Den Text hat Martina Harke verfasst.

Die Bilder stammen, soweit nicht anders angegeben, von Detlef Kiese, dem Kirchenkreis Harlingerland und Martina Harke.


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